Der Bahnhofsimker - News Blog

Arbeiten rund ums Bienenjahr

Als ich 2018 mit dem Imkern angefangen habe, war ich mir nicht so ganz im Klaren darüber, was da alles auf mich zukommen würde. Schnell hat sich die romantische Vorstellung verflüchtigt, dass Bienen zu halten bedeutet, nur zweimal im Jahr beim Schleudern etwas Honig zu stibitzen und man sich sonst einfach an den Bienen erfreut. Das Imkern hat sich bald zu einem interessanteren und zugegebenenermaßen auch arbeitsreicheren Hobby entwickelt als zu Beginn gedacht. Trotzdem würde ich jederzeit wieder mit dem Imkern anfangen, denn Bienen zu halten und damit der Blick auf die Natur, den man dadurch gewinnt, sind wunderbare Erfahrungen. Man fiebert im Januar schon mit, wenn die ersten Haselsträucher blühen. Dann folgt ein Jahr voll mit verschiedensten Arbeiten und im Dezember hofft man, dass die Bienen es gut durch den Winter schaffen.

In Imkervereinen kann man als Bienen-Interessierte:r an einem zweijährigen Kurs mit Theorie teilnehmen und ersten Praxiserfahrung an eigenen Völkern sammeln. Aber auch diese Kurse zeigen nur einen Teil der notwendigen Arbeiten auf. Im Folgenden möchte ich euch erzählen, was ich tatsächlich so das ganze Jahr treibe. 😊

Viel Spaß beim Lesen der folgenden Ausführungen. Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail an bahnhofsimker@gmail.com schreiben.
Imkern ist einfach ein total cooles Hobby! 🐝🐻🍯

Und Freude wird erst komplett, wenn man sie teilt :)
Da die (gar nicht mehr so) kleine Imkerei immer weiter wächst und manchmal den Alltag bestimmt, bin ich sehr froh über die Unterstützung meiner Familie. So durfte dann auch an unserem Hochzeitstag ein Bienen-Shooting nicht fehlen, da unsere Standesamtlocation (im Hintergrund zu sehen) gleichzeitig auch einer unserer Bienenstellplätze ist. So gut angezogen, haben mich meine Bienen noch nie gesehen. Wer weiß, ob ich jemals wieder mit Fliege am Bienenstand stehe 😉

Imkershooting bei der standesamtlichen Trauung


August: Start des Bienenjahres

Das Bienenjahr startet mit der Behandlung und Fütterung der Völker im August. Jetzt fragt sich vielleicht schon der ein oder die andere: Warum müssen Bienenvölker überhaupt behandelt werden und gegen was?
Seit 1977 ist auch in Deutschland die Varroamilbe die mit Abstand größte Gefahr für unsere heimischen, europäischen Honigbienen. Die Milbe schlüpft in eine Brutzelle und vermehrt sich während sich die Made im Puppenstadium befindet und zur fertigen Biene heranreift. Durch das Anstechen der Bienenlarve, die zu dieser Zeit kein Immunsystem besitzt, wird die Puppe in zweierlei Form geschwächt. Einerseits frisst die Milbe am Fettgewebe der Puppe, andererseits überträgt sie Viren. Diese können zum Beispiel dazu führen, dass sich in der weiteren Entwicklung der Puppe zum Insekt keine Flügel mehr ausbilden. Dies ist jedoch nur eine der sichtbaren Folgen eines hohen Milbenbefalls. Durch kurzlebigere Bienen mit Entwicklungsschäden kann das Volk im Spätsommer/Herbst keine gesunden Winterbienen mehr ausbrüten und es stirbt.
Es gibt mehrere Behandlungsmittel gegen die Milbe. Von diesen ist aktuell die Oxalsäure mein Stoff der Wahl. Natürlicherweise ist Oxalsäure in kleinen Mengen z.B. auch in Rhabarber enthalten. Im Einsatz im Bienenstock zeigt Oxalsäure eine gute Wirksamkeit gegen die Varoamilbe und schädigt die Bienen kaum. Man macht sich hier das Größenverhältnis zwischen Milbe und Biene zu Nutze. Was für den einen Organismus tödlich ist, ist für den anderen kein Problem. Dabei schafft man es leider nicht, die Völker komplett von den Milben zu befreien, sondern versucht lediglich die Milbenpopulation im Zaum zu halten.
Vor der Behandlung muss man dafür sorgen, dass sich keine Bienenbrut mehr im Volk befindet, also das Volk "brutfrei" ist. Denn die Oxalsäure kann aufgrund der Anwendungsart nicht in verdeckelte Brutzellen wirken, sondern erwischt nur Milben, die an den erwachsenen Bienen hängen, die sich im Volk bewegen. Da die fleißige Bienenkönigin jedoch ständig Eier legt, muss man einen Trick anwenden, um das Volk brutfrei zu bekommen. Dafür gibt es viele Ideen aber aus meiner Sicht ist die beste Vorgehensweise das Teilen und Behandeln (TuB) entwickelt von Gerhard Liebig. Beim Teilen und Behandeln wird ein Volk in zwei Einheiten geteilt: Flugling und Altvolk. Um das zu tun geht man nur nach folgendem Patentrezept vor:

Nun geschieht Folgendes: Die Bienen aus dem Altvolk brechen zu Sammelflügen auf. Beim Heimkehren suchen sie nach ihrer alten "Haustüre" und fliegen in den Flugling ein, der am angestammten Platz steht. Somit befindet sich nun im Flugling keine Brut, sondern nur leere Honigwaben, Flugbienen und die Königin. Diese wird übrigens innerhalb von zwei Tagen von den Bienen aus ihrem Käfig befreit, indem sie den Futterteig auffressen. Der brutfreie Flugling kann jetzt mit Oxalsäure behandelt werden, indem man die Bienen einsprüht.
Inzwischen bemerkt das Altvolk die Abwesenheit der Königin und versucht aus mehreren jungen weiblichen Larven eine neue Königin zu erbrüten. Am 11. oder 12. Tag nach der Teilung schlüpft im Altvolk eine erste junge Königin. Da sie keine anderen Königinen neben sich duldet, sticht sie alle anderen noch ungeschlüpften Prinzessinen in den Waben ab. Eine weitere Woche später am 21. Tag nach der Teilung ist auch die letzte junge Biene, deren Ei noch von der alten Königin gelegt wurde, geschlüpft. Die neue Königin kann aktuell noch nicht für weitere Brut sorgen, da sie erst nach erfolgreicher Begattung ca. eine Woche später befruchtete Eier legen kann. Somit ist in der Zwischenzeit auch das Altvolk brutfrei und behandlungsbereit.
Dies ist auch eine gute Gelegenheit, alte Waben (die durch das Bebrüten immer dunkler geworden sind) los zu werden. Meist nimmt man einfach die untere der beiden Brutraumzargen (Zarge = Kiste) weg. Somit schafft man alle zwei Jahre eine komplette Wabenerneuerung.
Durch Teilen und Behandeln schafft man also vieles gleichzeitig:

  1. Behandlung gegen die Varoamilbe
  2. Erbrüten einer neuen Königin
  3. Somit Gewinnung eines neuen Volks
  4. Entfernung von alten Waben
  5. Gewinnung von Wachs für Kerzen

Zwei geteilte Völker nach der Fütterung
Zwei geteilte Völker nach der Fütterung
Auf dem Bild oben sind zwei geteilte Völker zu sehen, die nun jeweil aus Altvolk (oben) und Flugling (unten) bestehen. Neben dem Smoker auf dem rechten Volk liegt auch noch ein kleiner gelber Versandkäfig, in dem die alte Königin wie oben beschrieben kurz eingesperrt wird.

September: Füttern und Kontrolle

Die beiden Teilvölker werden dann im August und September für den Winter vorbereitet und mit Flüssigfutter gefüttert. Durch regelmäßiges Zählen der abgefallenen Milben vor und nach der Behandlung stellt man fest, ob die Behandlung geklappt hat oder ob noch weitere Maßnahmen nötig sind.
Auf dem folgenden Foto sieht man eine "Windel", einen Holz- oder Platikschieber, der unter das Volk geschoben wird, sodass die Milben durch den offenen Gitterboden darauf fallen. Meist mache ich einige Tage nach der Behandlung ein Foto von den Windeln und zähle die Milben dann mit einem Bildprogramm.

Bodenschieber mit abgefallenen Milben
Bodenschieber mit 565 abgefallenen Milben (+/-)
2022 habe ich nach der Sommerbehandlung ein Jahr konsequent alle Milben gezählt und bin bei 13 Völkern auf stolze 14.391 Milben gekommen. Das Spitzenreiter-Volk hatte 2.847 Milben.

Oktober: Rähmchen auskochen und Wachs reinigen

Im Oktober steht die erste größere Winterarbeit an: Altwaben auszuschmelzen, Rähmchen reinigen und für die nächste Saison vorbereiten. Um die alten Waben von Wachs zu befreien, habe ich in den letzten Jahren so einiges ausprobiert: Ein Sonnenwachsschmelzer läuft - wie der Name schon sagt - mit Sonnenenergie und ist daher zu dieser Jahreszeit eher ungeeignet. Die Rähmchen in Teilen in den Dampfentsafter zu packen, klappt höchstens für ein Volk noch ganz gut. Die größere Variante eines Dampfwachsschmelzers, der Dampfmeister, kann ganze Rähmchen aufnehmen aber braucht für 15 Stück trotzdem noch eine Stunde...
Da schon mit 10 Völkern über das Jahr hinweg bereits mehr als 100 Rähmchen anfallen, waren all die Versuche der ersten Jahre nicht zielführend. Am Ende bin ich jetzt bei einem mit Holz beheizten Waschkessel gelandet, der früher zur Wurstbereitung eingesetzt wurde. Während das Wasser kocht, werden die Rähmchen Stück für Stück eingelegt. Es dauert etwa eine Minute, bis sich das Wachs vom Rähmchen gelöst hat. Das Wachs-Wasser-Gemisch enthält auch einige feste Stücke, die zum Beispiel von der Verpuppung der Bienen stammen.

Auskochen von Rähmchen im Waschkessel
Auskochen von Rähmchen im Waschkessel
Alles wird durch eine Spindelpresse gejagt, um alle Flüssigkeit aus diesem Trester zu lösen. Wenn die Flüssigkeit abgekühlt ist, kann man die Wachsbrocken einfach aus dem Wasser schöpfen. Die Rähmchen koche ich dann nochmal mit Soda aus, damit sie ganz sauber und für den nächsten Einsatz bereit sind. Das Ergebnis überzeugt, die Rähmchen sind wie neu! Auch das geerntete Wachs wird nochmals gereinigt und dann für Kerzen bzw. zum Teil für neue Mittelwände benutzt.

November bis Februar: Winterruhe

Bei den Bienen wird es jetzt ruhiger - sie kuscheln sich eng zusammen und erzeugen in ihrer Wintertraube mithilfe ihrer Flugmuskulatur Wärme. Dabei funktioniert der Superorganismus Bienenvolk wie ein großer Heizkörper. Die Bienen an der Oberfläche der Traube wechseln von Zeit zu Zeit nach Innen, um sich wieder ein bisschen aufzuwärmen. In der Mitte der Kugel herrschen unabhängig von der Außentemperatur 20 Grad im brutfreien Zustand und 35 Grad, sofern Brut im Volk vorhanden ist.
Für ihre Brut würden die Bienen wirklich alles tun! Auch wenn das Futter in der Bienenkugel knapp wird, bewegen sie sich nicht von der Stellen, sondern verhungern lieber, als das sie ihre Brut erfrieren lassen. Daher muss man bei wärmeren Perioden im Winter kontrollieren, ob die Bienen brüten und dann noch gut ihr Winterfutter erreichen können. Dafür wiegt man die Völker z.B. mit einer Kofferwaage, um den Futtervorrat zu kontrollieren. Außerdem wird auf etwaigen Beschädigungen durch Spechte, Mäuse etc. geprüft.

Bienenstand im Schnee
Einer meiner Bienenstände im November

Honig abfüllen (solange der Vorrat reicht)

Während sich die Bienen in der Winterruhe befinden und zumindest nicht ausfliegen müssen, gibt es für den Imker immer etwas zu tun. Honigabfüllen kann man zum Beispiel eigentlich immer - sofern noch Honig im Lager ist - aber der Herbst ist die Hauptsaison für das süße Gold. Nach dem Schleudern kristallisiert Honig relativ schnell. Vor allem Blütenhonig, der einen hohen Glucoseanteil hat. Um ihn abfüllen zu können, wird der Honig schonend erwärmt und dann gerührt, um die Kristalle mechanisch zu zerstören. Zum Erwärmen nutze ich (wieder nach einigen Fehlversuchen) eine im Bienenfachhandel erhältliche Heizmatte, die ich im wahrsten Sinne des Wortes wärmstens empfehlen kann. Die Heizmatte befindet sich zusammen mit den Eimern voll kristallisierten Honig in einem selbstgebauten "Honigsarkophag" aus Styrodur, in dem ich 100 KG auf einmal anwärmen kann. Dabei achte ich darauf, den Honig nur bis ca. 30° zu erwärmen, damit die wertvollen Enzyme erhalten bleiben.
Seit 2022 nutze ich für das Rühren den Rapido mit einem Attika Rührgerät (Bohrmaschinen gehen zwar auch, haben aber meist eine höhere Drehzahl und weniger Leistung), im Ursprünglichen Erfindersinn ein Mörtelrührer. Durch sein Design erzeugt er Scherkräfte, die die Kristalle zerschlagen und für besonders cremigen Honig sorgen. Nach dem Rühren lässt man den Honig im Eimer nochmal einen halben Tag stehen und füllt ihn dann in Gläser ab.

abgefüllter Honig in vielen Gläsern
Ein Glas Blütenhonig hat sich unter die Abfüllung Sommerernte geschmuggelt

Bienenkästen bauen und reparieren

Außerdem eignet sich diese Zeit, um sich einen Überblick über das Lager zu verschaffen. Eine Inventur des Bestands an Zargen (=Kisten) zeigt, ob beschädigte Beutenteile repariert werden müssen, oder ob Neubauprojekte anstehen.
Bienenbeuten gibt es in sämtlichen Größen und Formen. Die beste Variante für sich selbst zu finden, ist gar nicht so einfach. Nach einigen Versuchen mit der Erlangener Beute und einem schwalbenschwanzverzinktem Eigenbau habe ich mich für die Zanderbeute nach Liebig entschieden. Da ein voller Honigraum bei dieser Beutenart schonmal 30 KG wiegt und ich heute schon an morgen denke, habe ich mich für Zander Flachzargen für Brut- und Honigräume entschieden, die "nur" 2/3 der Höhe einer normalen Zanderzarge haben. Damit hab ich nur noch 20 KG zu heben und überall das gleiche Rähmchenmaß :)
Eine Bauanleitung für die auch als Hohenheimer Einfachbeute bekannte Bienenbehausung hilft dabei, die Zargen selbst herzustellen. So hört man es oft aus meiner Werkstatt Sägen und Fräsen, um genügend Wohnraum für meine vielen tausend Mitbewohnerinnen zu schaffen.

Kistenbau in der Holzwerkstatt
Kistenbau in der Holzwerkstatt

März: Erste große Volkskontrolle

Wenn endlich der Frühling kommt, beginnt die Sal-Weide zu blühen. Sie ist DIE Zeigerpflanze schlechthin, die den Start der Bienensaison ankündigt. Sie liefert neben Nektar auch sehr viel Pollen, der zur Aufzuchte junger Bienen im Volk benötigt wird. Daher findet man an dieser Pflanze auch jede Menge anderer Insekten, vor allem Hummeln und andere Wildbienen!
Sobald die Sal-Weide blüht, ist es an der Zeit eine erste Volksdurchsicht zu machen, um zu überprüfen, ob die Völker gut über den Winter gekommen sind und die Königinnen bereits wieder mit der Eiablage begonnen haben. Normalerweise findet sich zu dieser Zeit schon ein schönes, kleines Brutnest mit der ersten größeren Sommerbienenbrut.

April: Letzte Saisonvorbereitungen

Vor der Kirschblüte sollte man die Zeit nutzen, um letzte Saisonvorbereitungen zu treffen - vor allem um die Honigräume vorzubereiten. Die ausgeschmolzenen und ausgekochten Rähmchen werden hier wieder mit neuen Mittelwänden versehen, die den Bienen bereits als Bauanleitung dienen. Durch das geprägte Sechseckmuster bauen sie automatisch Waben einer bestimmten Größe. Die Mittelwände werden auf die mit Draht bespannten Rähmchen gelegt. Dann wird mittels eines umfunktionierten Laptop-Ladegeräts Strom an den Draht gelegt, dieser erhitzt sich, das Wachs schmilzt punktuell und sinkt ein. Nach dem Erkalten sind dann Mittelwand und Rähmchen verbunden. Mit diesem System schaffen wir es leicht zu zweit in einer Stunde 120 Mittelwände einzulöten.

Einlöten von neuen Mittelwänden in die Rähmchen

April/Mai: Das große Blühen

Im April und Mai beginnt das große Blühen und die Bienen sind unermüdlich auf Sammelflügen unterwegs. Jetzt ist es Zeit, den Völkern nach dem ersten großen Polleneintrag mehr Platz zu geben, um Blütenhonig zu ernten. Dafür stellt man einfach eine weitere Zarge oben auf das Volk.

Wirtschaftsvölker mit 3 Zargen
Während im Vor- und Hintergrund des Bildes schon die ersten Blütenansätze der Apfelbäume zu sehen sind, blüht die Kirsche bereits. Im Bild sind zwei Wirtschaftsvölker zu sehen, die auf 3 Zargen (die Bienenkisten) erweitert wurden. In den unteren beiden Zargen befindet sich das Brutnest. Darauf wird ein Absperrgitter gelegt, das die Bienenkönigin sozusagen aus dem Honigraum aussperrt, damit sie dort keine Eier legt. Dadurch werden die Waben im Honigraum nicht bebrütet und sind schön sauber.
Um die Königin auszusperren, macht man sich ihr größeres Bruststück zu Nutze. Die Arbeiterbienen sind etwas schmaler und können so durch das Absperrgitter in den oberen Raum gelangen und tragen dort den Honig ein. Manche Völker können auf bis zu 6 Zargen anwachsen. Dabei werden nur weitere Honigräume aufgesetzt und der Brutraum bleibt immer gleich.

Mai/Juni: Erste Honigernte und Völker vermehren

Nachdem die Rapsblüte vorbei ist, steht Ende Mai - oder in manchen Jahren auch erst Anfang Juni - die erste Honigernte des Jahres an. 🍯



Nach dem Entdeckel der Waben tropft der Honig ins Entdeckelungsgeschirr
Text in Arbeit, sobald es in 2025 erste Fotos gibt, stelle ich hier welche ein :)

Juli: Beginnendes Saisonende

Der Zenit eines Bienenvolkes ist mit der Sommersonnenwende am 21.Juni erreicht. Während für uns Menschen der Sommer noch gar nicht so richtig begonnen hat, befinden sich die Bienen bereits wieder in der Abwärtsentwicklung. Die Königin reduziert die täglich gelegte Anzahl an Eiern und das Volk "schrumpft" in den nächsten Wochen (wobei davon bis Ende Juli noch nichts zu sehen ist).
In dieser Zeit gewinnen die meisten Imker nochmal Honig - das sogenannte Abschleudern. In vielen Versuchen hat sich herausgestellt, das der mineralstoffhaltigere, von Läusen mit produzierte Blatthonig ungeeigneter für die Überwinterung ist. Dafür ist er aber umso würziger und - wie ich finde - leckerer. Meist Ende Juli steht also für die meisten Imker die zweite und letzte Honigernte des Jahres an. Ab diesem Zeitpunkt bereiten die Imker ihre Völker auf den bevorstehen Winter vor.

August/September: Vorbereitungen auf den Winter

Und so schließt sich der Kreis des Bienenjahres. Im August und September steht nun wieder die Behandlung gegen die Varoamilbe und die Fütterung an. Für das Füttern nutze ich eine Futterzarge von Nicot (als brauner Aufsatz auf den Völkern zu sehen).

Geteilte Völker mit Futterzargen
Im Jahr eines Imkers gibt es also viel mehr zu tun als nur das Honigschleudern. Bald möchten wir auch ein kleines Video zusammenschneiden, dass zeigt, was es noch so alles zu tun gibt. Bis dahin honigsüße Grüße von Hannes und seinen Bienen! 🐝🐻🍯




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